Mal kurz über die Sprache nachgedacht.

Was passiert mit der deutschen Sprache?

“Ey woher?” “Bahnhof.”

Artikel, Präpositionen und ausformulierte Sätze, sprich Subjekt, Prädikat, Objekt, gehören schon seit geraumer Zeit der Vergangenheit an.
Ich merke es immer mehr jungen Menschen in meinem Alter an, es wird kein Wert mehr auf gutes Deutsch und korrekte Aussprache gelegt.
So komme ich mir doch schon fast aussenseitig vor, wenn ich andere korrigiere, sobald diese den Imperativ nicht benutzen.
“Ess das auf!” – “Nein ‘Iss das auf!’, heißt es.”

Ich ertappe mich schon selber darbei, Sätze falsch zu formulieren, unvollständig – mal aus Stress, mal trotz genauem Nachdenken über das, was ich als nächstes sagen möchte.

Ebenso verstärkt, ist der Gebrauch von Anglezismen.
Du bist high = Du bist gut
Du bist low = Du bist schlecht

Bezeichnungen wie “high” und “low” kommen wohl aus der Reihe der Computerspieler. Früher konnte man so die Fähigkeiten(“Skill”) eines Spielers einstufen, wenn diese aus anderen Ländenr kamen. Heute sind diese fest in der Jugensprache etabliert.

Für manche Anglezismen kennen wir schon gar kein Synonym mehr.
Hier sollte man sich einmal mit http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/ auseinandersetzen. Diese suchen Monat für Monat, neue Alternativen für bestehende Anglezismen.

Oft stelle ich mir die Frage:
Bildet die heutige Jugend das Sprachfundament für die kommenden Generationen?
Das würde bedeuten das die deutsche Sprache in 10 Jahren ein Mischmasch aus
Deutsch, Englisch und Französisch wäre, fast vollständig aus englischer Grammatik bestehend.

Oder ist die eigene Sprache wie ein Pendel, das mit der Vollendung des eigenen Reifeprozesses, immer mehr zum Stillstand kommt. Der Wortschatz ändert sich von Generation zu Generation. Alte Anglezismen verschwinden, neue kommen. Der Wandel der Sprache also doch ausgeglichen?
Das glaube ich nicht. Dafür ist die Globalisierung und der Fortschritt der Kommunikation viel zu groß und wächst viel zu schnell. Die Sprache wächst mit dieser mit, immer mehr, immer mehr, aber langsamer. Manche Anglezismen werden zukünftig die deutschen Wörter ersetzen.

Was ich ebenso schrecklich finde, ist wenn Anglezismen deutsch artikuliert werden.
Perfekte Beispiele dafür sind “Star” und “Stil”. Wenn man schon Anglezismen benutzt, dann bitte in der passenden Aussprache, sonst kann man sich gleich ein deutsches Pendant suchen.

Es gibt viele Fragen die man sich stellen kann. Allerdings würde ich wahrscheinlich Jahre daran sitzen, diese zu beantworten.
Hier sind ein paar dieser Fragen:

Was wären die Folgen?
In wiefern sind diese negativ oder positiv?
Wer ist Schuld?
Was kann man dagegen tun?
Was für eine Rolle spielt das Internet?
Warum haben andere Länder dieses Problem nicht?

Warum wird die “Stiftung Deutsche Sprache” nicht noch mehr unterstützt http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/ ?
Ist es nicht traurig so eine Stiftung überhaupt errichten zu müssen?