Personal Branding & Social Media – Ich möchte gefunden werden

Ich bekomme immer häufiger mit, dass Kontakte ihren Namen in Social Networks verändern um nicht gefunden zu werden. Aus „Max Mustermann“ wird dann einfach „Ma Mu“ gemacht und aus „Anna Theke“ wird mal schnell eine „Ann Thee“. Die Hypes um „das kann mich meinen Job kosten“ und ähnlichen Horrorvorstellungen unterliegen dabei lediglich dem falschen Bewusstsein und der fehlenden Auseinandersetzung mit Social Media, den vorhandenen Möglichkeiten und meinem „Ich-im-Web“. Schließlich widerspricht es schon der Sache an sich, dem Social Network – das man Sie nicht findet.


Man sollte sich doch erst einmal mit seinem „Ich-im-Web“ auseinandersetzen, bevor man sich aus Angst in die Verschleierung stürzt. Ego-Googlen – was halten Sie davon? Geben Sie Ihren Namen bei Google ein und schauen Sie nach was Sie finden!

Nun gibt es grob zwei Typen unter Ihnen:

– Typ 1 findet sich nicht oder den Namen hinter verschlossenen Profilen und denkt sich „Puh – keine Spur von Mir“.

– Typ 2 findet sich, private Nachrichten, Partyfotos, den letzten Post mit „heute Abend 20 Uhr saufen bei mir“ und sollte sich ernsthaft Gedanken machen ob das der richtige Weg ist sich zu präsentieren.

Denken Sie richtig?

Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben: Angenommen es bewerben sich 100 Menschen bei Ihnen für einen Job den Sie zu vergeben haben und Sie möchten die/den Beste/n . Um mehr zu erfahren googlen Sie jede einzelne Person. Über 50 finden Sie Informationen, über die anderen 50 nichts.

– Wer ist im Moment interessanter: Die über die es mehr zu erfahren gibt oder die über die Sie nur die Unterlagen haben welche Ihnen zugesendet wurden?

Von den 50 über die Sie Informationen finden sind 30 lediglich zweimal zu finden ohne viele Informationen, Sie sehen die Personen in einem Forum, einem Social Network und mit wenigen Freunden. Die anderen 20 sind öfters vertreten, in verschiedenen Netzwerken und haben mehr Kontakte.

– Über wen wollen Sie mehr wissen? Die 20 mit weiteren Recherche-Möglichkeiten oder die 30 über die Sie im wahrsten Sinne des Wortes nur „Schrott“ finden?

Merken Sie etwas? Nein?

Von den 20 Personen hat eine Person mehrere Hundert Kontakte bei Facebook, Xing, LinkedIn und 1500 Follower bei Twitter. Außerdem bloggt diese Person über ihre Branche und postet neue Beiträge bei Twitter bei dem ihm 1500 Menschen folgen. 1500 Menschen die sich dafür interessieren, was diese Person zu Ihrem Business zu sagen hat!

Für wen entscheiden Sie sich?

Die Antwort liegt auf der Hand, Sie nehmen den der etwas zu sagen hat, der der sich in Ihrem Bereich anscheinend gut auskennt, der der viele Kontakte hat (was die Wahrscheinlichkeit erhöht das gute dabei sind und wir alle wissen wie wichtig Vitamin-B ist!). Wer sonst wenn nicht diese der 100 Personen sollte am ehesten in Frage kommen Ihren Umsatz zu steigern und Ihnen einen Mehrwert zu schenken!

Lassen Sie das Beispiel auf sich wirken und lesen Sie die nächste Statistik:

Die „Recruiting Trends 2010“ zeigen, dass mehr als drei von zehn Unternehmen regelmäßig auf das Karrierenetzwerk Xing zurückgreifen, um Informationen über potenzielle Kandidaten zu sammeln. Mittels Google recherchieren rund 22 Prozent der Personaler häufig, gefolgt vom amerikanischen Karrierenetzwerk Linkedln mit über 12 Prozent.¹

Tendenz steigend!

In Zukunft muss sich der moderne Recruiter innerhalb dieser Social Media genauso zurechtfinden wie in den klassischen Rekrutierungskanälen.¹

Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn & Co. gehören längst zum beruflichen Alltag. Den meisten ist dies nur noch nicht klar!

Das Web 2.0 und die Social Medias geben Ihnen und den Unternehmen neue Möglichkeiten. Den Firmen geben sie Recruiting-Optionen die richtigen Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu finden und Ihnen, sich zu präsentieren ohne an strukturelle und formelle Bewerbungs-Richtlinien gebunden zu sein und neben beruflicher Erfahrung auch andere persönliche Qualifikationen mit einbringen zu können.
Wichtig dabei ist, sich richtig zu präsentieren, die Social Networks zu nutzen, sich im richtigen Licht zu vermarkten und sich mit den verfügbaren Einstellungen und Netzwerken richtig auseinander zu setzen, um die für sich optimale Konfiguration von beruflichem Dasein und privater Kommunikation zu finden.

Wie man sich richtig präsentiert und nicht nur das, sondern auch wie man seinen Marktwert steigert und den richtigen Umgang mit Social Media bekommt, das gibt es in meiner Beitragsreihe „Personal Branding & Social Media – Ich möchte gefunden werden!“ zu lesen.

Ich werde die Thematik in nächster Zeit von A-Z behandeln und Ihnen beim Personal Branding im Social Web helfen; leicht, verständlich und garantiert nicht langweilig.

¹ Quelle: Recruiting Trends 2010: Google und Xing auf dem Vormarsch (studigadget.de)